Agility – Agi

Was ist Agility und wozu soll das gut sein???10450849_296699580498692_4763223095330573629_n

Diese Frage mag sich hier der ein oder andere stellen…

– Wer hat einen Hund, den auch sehr lange Spaziergänge nicht auslasten?
– Wer möchte seinen Hund auch geistig auslasten, ihm eine Aufgabe geben?
– Wer möchte sich selbst auch gerne körperlich und geistig fit halten und durch eine gemeinsame Aufgabe mit seinem Hund zu einem Team zusammenwachsen?
Und wer jetzt 3 x ja gesagt hat –
der ist bei dieser Sportart vielleicht bestens aufgehoben!

Beim Agility ist gemeinsam mit dem Hund ein Parcours zu bewältigen, der aus ca. 20-22 Hürden, Hindernissen, Kontaktzonengeräten und einem Slalom besteht. Der Mensch muss dabei nicht mit über die Geräte springen, sondern zeigt seinem Hund mit diversen Führtechniken den optimalen Weg durch den Parcours ins Ziel.1012721_522703894467505_519282588_n

Das Frustrierendste an diesem Sport ist die Tatsache, dass der Schwachpunkt im Mensch-Hund-Team leider der Mensch ist. Man glaubt gar nicht, wie wenig man seinen eigenen Körper unter Kontrolle hat, wenn man versucht, seinem Hund mit minimaler Körpersprache die Richtung zu weisen, ohne sich beim Rennen durch die Geräte den Hals zu brechen!!!

Aber ein Trost, dieser Zustand verbessert sich mit anhaltendem Training – jedenfalls bei den meisten ;o)

 Aber was kann jetzt schon ernsthaft sooo spannend daran sein, seinen Hund über irgendwelche Hindernisse zu locken oder zu scheuchen?

 Das Beste daran ist, wenn der Hund erst einmal begriffen hat, worum es geht, muss man ihn nicht scheuchen oder locken, sondern hat Mühe, hinterher zu kommen! Die meisten Hunde sind schon nach kurzer Zeit Feuer und Flamme für diese neue Herausforderung und spätestens dann ist man auch selbst dem Agility verfallen.

 Diese Sportart ist schnell, abwechslungsreich, der Hund arbeitet, je nach Temperament in hoher Trieblage und soll dabei jederzeit ansprechbar sein. Er soll von schnell auf langsam umstellen können, eng am Mensch arbeiten, sich aber auch schicken und aus der Distanz lenken lassen. Er kann rechts, als auch linksgeführt werden.1907516_697151330396337_9044488984693423541_n

Und das sind keine unerreichbaren Ziele!
 Hier noch ein paar Infos

Um mit dem Training beginnen zu können, sollte der Hund ca. 10 Monate alt sein und körperlich gesund. Mit ca. einem Jahr wird dazu geraten, den Hund auf ED (Ellenbogendysplasie), HD (Hüftdysplasie) und evtl. auch noch den Rücken röntgen zu lassen, um sicher zu gehen, dass der Hund körperlich fit für den Sport ist.

 Größeneinteilung der Hunde:

Mini (Small)

Schulterhöhe kleiner als 35 cm

Sprunghöhe 25 – 35 cm

Midi (Medium)

Schulterhöhe kleiner als 43 cm

Sprunghöhe 35 – 45 cm

Standard (Large)

Schulterhöhe ab 43 cm

Sprunghöhe 55 – 65 cm

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Schnell erlernen und dann sofort auf Turniere gehen, geht in dieser Sportart nicht. Im Durchschnitt benötigt es ein Jahr Ausbildung, bis der Hund (und vor allem der Mensch!) alle Basics und Geräte sicher beherrscht. Dann beginnen die meisten mit ihrer Turnierkarriere. Und dann hört das Lernen noch lange nicht auf. In der Turniersituation zeigen sich die meisten Hunde ganz anders als auf dem Übungsplatz. An die vielen neuen Eindrücke durch sehr viele Menschen und Hunde am Rand des Parcours, der Lautsprecheranlage und der stressbedingten Veränderung seines Menschen, müssen sich die Teams erst gewöhnen.

 Aber eins ist sicher: Agility macht süchtig!!! Nicht umsonst stehen wir an vielen Wochenenden morgens um 7 Uhr am Parcoursrand und fiebern dem nächsten Lauf entgegen. Ja, es macht Spaß!11076273_861994750511068_697709156299337104_n

Und wenn es mal nicht so klappt, sind genügend Leute da, die einen wieder aufbauen. Das gehört nämlich beim Agi dazu: Vom fehlerfreien Lauf bis zum Dis ist es oft nur ein Wimpernschlag, da braucht man schon eine hohe Frustrationsgrenze. Aber wenn dann alles funktioniert hat, ist der Adrenalinschub und die Freude unbeschreiblich ;o)

 Die Agilityausbildung muss aber nicht unbedingt in einer Turnierkarriere enden, wobei wir dieses Ziel natürlich nicht aus den Augen lassen. Viele von uns haben damit angefangen und erst einmal höchstens 1-2 Turniere im Jahr geplant. Wenn das Zusammenspiel zwischen Mensch und Hund immer besser wird, möchten sich aber doch die meisten einmal auf einem Turnier ausprobieren. Und wie viele es dann letztendlich werden, bleibt natürlich jedem selbst überlassen.

Wir würden uns über neue Teams in der Grundausbildungs- und Anfängergruppe freuen.

Trainingsmöglichkeiten in den Fortgeschrittenen-Gruppen auf Anfrage möglich.